Die Änderungen im Jahr 2008 durch die Pflegereform spült zwar mehr Geld in die Kassen, aber reichen wird es bei weitem nicht.
Die Pflegereform ist am 1. August 2008 in Kraft getreten. Seither bezahlen gesetzlich Versicherte für die Pflegeversicherung 1,95 Prozent, Menschen die keine Kinder haben bezahlen 2,25 Prozent.
Aber auch die Mehreinnahmen in der Pflegeversicherung werden wohl nicht ausreichen den Bedarf zu decken, denn genauso wie die Krankenversicherung und die Rentenversicherung hat die Pflegeversicherung das Problem das immer mehr Menschen länger leben und damit auch die Pflegeleistungen länger in Anspruch genommen werden.
Experten gehen davon aus dass es im Jahr 2050 über 10 Millionen Menschen gibt die älter als 80 Jahre sind und würde diese Zahl zutreffen, gäbe es etwa doppelt so viele Pflegebedürftige.
Bei der Pflege in einem Heim kann man mit Kosten zwischen 2500 und 3500 Euro rechnen, vom Staat bekommt man in der Pflegestufe 3 für die Pflege 1.470 Euro und heute ist bereits jeder vierte auf staatliche Unterstützung angewiesen.
Bei allen wird zwar versucht von den Angehörigen Unterstützung für die Pflegebedürftigen zu holen, doch für viele reichen die Freibeträge die es noch gibt. Werden die Unterstützungen mehr werden ist schon vorstellbar dass Angehörige mehr zur Kasse gebeten werden.
Wer den Staat oder seine Kinder nicht belasten will, denkt über eine private Pflegeversicherung nach. Um sich für die Pflege zu versichern gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Zum einen die Pflegekostenversicherung, welche die Kosten für die Pflege übernimmt bis zu einem festen Betrag, der vorher festgelegt wurde.
Zum anderen die Pflegetagegeldversicherung, die unabhängig davon für was es verwendet wird, einen bestimmten Betrag an den Versicherten bezahlt. Diese Art der Versicherung wird ungleich mehr abgeschlossen als die Pflegekostenversicherung.